Deine kleine Auszeit

Willkommen

Schön,
dass du dir diesen 
Moment schenkst

zu deiner kleinen Auszeit

 

Wenn du deinen Tee genossen hast, lade ich dich ein, kurz durchzuatmen und dir noch eine kleine Audio- Auszeit zu gönnen.  Das Steinhuder Meer ist nur einen Gedanken weit entfernt. Vielleicht spürst du schon eine kleine Brise? Höre die Audio am Besten über Kopfhörer!

 

Hat dir die Geschichte  gefallen? Hier kannst du weitere Geschichten entdecken und

erfahren, wie du deine Resilienz-Wurzeln im Alltag stärkst. 

 

Die junge Libelle Luma lebte am Rand eines weiten Moores, dort, wo das Wasser dunkel war und die Luft nach Erde und Stille roch. Viele Tiere mieden diesen Ort. Er galt als schwer, unberechenbar und langsam. Doch für Luma war das Moor Heimat.

Als sie noch klein war, bewunderte sie die schnellen Vögel über den Wiesen und die leichten Insekten am klaren Wasser. Oft fragte sie sich, warum ausgerechnet sie an einem Ort lebte, an dem nichts eilte und alles Zeit brauchte. Das Moor schien festzuhalten, statt freizugeben.

Eines Tages geriet Luma in einen plötzlichen Sturm. Böen drückten sie tief hinab, ihre Flügel wurden nass, und sie landete schwer zwischen Moospolstern. Jeder Versuch, sofort wieder aufzusteigen, scheiterte. Je mehr sie kämpfte, desto erschöpfter wurde sie.

Erschöpft hielt Luma inne. Sie spürte, wie das Moor sie trug, obwohl es weich und nachgiebig war. Das Moos gab nach – aber es ließ sie nicht fallen. Langsam trockneten ihre Flügel. Sie wartete. Hörte. Atmete.

Erst als ihre Kräfte zurückgekehrt waren, bewegte sie sich wieder. Vorsichtig, ruhig, ohne Hast. Schritt für Schritt arbeitete sie sich nach oben, bis sie schließlich erneut in die Luft steigen konnte.

Von diesem Tag an verstand Luma das Moor anders. Es war kein Ort der Schwäche, sondern ein Ort der Geduld. Ein Ort, der lehrte, dass Pausen keine Niederlagen sind. Dass Standhalten manchmal wichtiger ist als Vorankommen.

Als Luma später das Moor verließ und über Wiesen und Seen flog, trug sie diese Erfahrung in sich. Wenn Stürme kamen, geriet sie nicht mehr in Panik. Sie wusste nun: Auch wenn alles schwer wird – es gibt Böden, die tragen.

Und das Moor blieb zurück als ihr Kraftort. Still. Dunkel. Verlässlich.

Luma hat erfahren, dass der weiche Moorboden sie trägt, wenn sie die Flügel hängen lässt. Welchen Widerstand darfst du heute loslassen? Wo könnte eine bewusste Pause gerade dein größter Fortschritt sein?

Hayo, der kleine Haubentaucher, wurde in einem Nest aus Schilf und Wasserpflanzen direkt am Ufer des Steinhuder Meeres geboren. Während die anderen Vögel am Himmel ihre Kreise zogen, fühlte Hayo sich im hohen Schilf noch sehr klein. Er beobachtete die großen Schwäne, wie sie stolz vorbeizogen, und fragte sich, wann er wohl endlich diese Ruhe und Eleganz besitzen würde.

Zuerst unternahm Hayo nur winzige Ausflüge. Er paddelte ein paar Meter aus dem Schilf heraus und kehrte schnell wieder in die Sicherheit des Nestes zurück. Mit jedem Mal wurde er mutiger. Er lernte, dass sein Wachstum nicht nur daraus bestand, größer zu werden, sondern vor allem daraus, das Wasser unter sich zu verstehen.

Sein Vater zeigte ihm das Geheimnis: „Wahrer Stolz und wahre Stärke wachsen im Verborgenen, Hayo. Bevor du deine prächtigen Federn der Sonne zeigst, musst du lernen, tief zu tauchen und dich in der Stille des Meeres zu verankern.“

Hayo lernte, tief unter die Wasseroberfläche abzutauchen. Dort, wo es still war und die Wellen des Alltags nicht hinkamen, fand er seine Mitte. Er begriff, dass er nicht wie die Möwen laut kreischen musste, um gesehen zu werden. Sein Wachstum geschah in den Momenten, in denen er ruhig auf dem Wasser trieb oder kraftvoll in die Tiefe stieß.

Manchmal trieb ihn der Wind weit hinaus aufs offene Meer. Anfangs verunsicherte ihn die weite Fläche, doch er erinnerte sich an seine Wurzeln im Schilf und an die Kraft in seinen Beinen. Er lernte, dass er alles, was er zum Wachsen brauchte, bereits in sich trug.

Als Hayo im nächsten Frühjahr sein erstes Prachtkleid trug und seinen charakteristischen Haubentanz tanzte, war er kein unsicherer kleiner Vogel mehr. Er war ruhig, anpassungsfähig und stark geworden. Er hatte verstanden: Wachsen bedeutet nicht nur, den Kopf in die Sonne zu halten, sondern auch die Tiefe der eigenen Seele zu kennen.

 

Hayo merkte, dass er alles bereits in sich trägt. Welche Fähigkeit hast du in der Vergangenheit bereits bewiesen, die dir heute Kraft gibt?

Resilienz am Steinhuder Meer (Inh. Susanne Kunz), Igelgrund 7, 30419 Hannover

Tel: 0176 712 19 657

kontakt@resilienz-am-steinhuder-meer.de

 

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